Lebensweise
Leopardgeckos (Eublepharis macularius)
sind nachtaktiv und verbringen den Tag unter Steinen oder in Höhlen. Die Höhlen werden stellenweise selbst gegraben oder von anderen Tieren übernommen und erweitert. Sie bevorzugen dabei Orte mit gewisser Umgebungsfeuchtigkeit und kommen dort oft in größeren Kolonien vor. Während der Aktivitätsphase werden sie als sehr vital beschrieben und sind trotz fehlender Zehenlamellen geschickte Kletter. Aufgrund ihres wechselwarmen Wärmehaushalts nutzen sie nachts die noch vom Tag aufgeheizten Steine als Wärmequellen. Während der kalten Jahreszeit halten die Tiere eine Winterruhe von einigen Monaten.
Verbreitung
Der Leopardgecko ist in weiten Teilen Asiens verbreitet. Das Hauptverbreitungsgebiet umfasst dabei Bangladesch, Nordindien, Teile Pakistans, Afghanistan, Iran, Irak, Turkmenistan, Syrien sowie die Türkei. Dort bewohnen die Tiere trocken bis halbtrockene Steppengebiete und trockene Grasländer.
Ernährung
Leopardgeckos ernähren sich vornehmlich von Kleingetier aller Art, wie Käfern, Spinnen, Würmern, Maden, Larven und Hundertfüßlern, aber auch Skorpionen und Nestjunge Kleinsäuger. Er nimmt aber gelegentlich auch pflanzliche Nahrung zu sich. In Gefangenschaft werden meist Grillen, aber auch andere Insekten sowie junge Kleinsäuger verfüttert. Die Weibchen stellen kurz vor der Eiablage die Nahrungsaufnahme ein.
Fortpflanzung
Leopardgeckos erreichen mit 18 bis 24 Monaten die Geschlechtsreife. Die Paarungszeit beginnt meist kurz nach der Winterruhe. Die Eiablage erfolgt rund drei bis vier Wochen nach der Paarung. Das Gelege besteht aus ein bis zwei Eiern und wird in weichen Bodengrund abgelegt. Es kann bis zu zehn Gelegen im Jahr kommen. Die Inkubationszeit richtet sich stark nach der Temperatur. Unter kontrollierten Umständen schlüpfen die Jungtiere nach 40 bis 65 Tagen. Die Bruttemperatur wirkt sich auch auf das Geschlecht der Jungtiere aus. Ab dem fünften Lebensmonat stellt sich die adulte Ausfärbung ein. In Gefangenschaft erreichen Leopardgeckos im Schnitt ein Alter von 22 Jahren.
Leopardgeckos als Heimtiere
Der Leopardgecko gehört zu den am häufigsten in Terrarien gehaltenen Reptilien. Der Großteil der Tiere dürfte mittlerweile aus Nachzuchten stammen. Bemerkenswert ist die Vielfalt der Farbzüchtungen, die mittlerweile verkauft werden. Die teils zu exorbitanten Preisen gehandelten Tiere werden unter Namen wie High Yellow, Mack Snow, Mack Super Snow, Hybino, Super Hypo, Enigma, Raptor, Aptor, verschiedene Albino Sorten usw. gehandelt.
Inkubationsdaten
| Temperatur | Geschlechter-Schlupfquote | Zeitungsdauer |
| Unter 24°C | Unter 25°C sollte nicht inkubiert werden. Zu kühle Temperaturen bringen eine hohe Verlustrate mit sich, falls überhaupt etwas schlüpft. | k.A. |
| 25°C - 27°C | Zu fast 100% schlüpfen weibliche Leopardgeckos. | ca. 70-90 Tage |
| 27°C - 28°C | Es schlüpfen 75% Weibchen und 25% Männchen. | ca. 50-60 Tage |
| 28°C - 30°C | Hier ist ein Verhältnis von 50% pro Geschlecht anzunehmen. | ca. 40-50 Tage |
| 30°C - 31°C | Es schlüpfen 30% Weibchen und 70% Männchen. | ca. 35-45 Tage |
| 31°C - 33°C | Zu fast 100% schlüpfen männliche Leopardgeckos. | ca. 35-40 Tage |
| Über 33,5°C | Wiederum fast ausschließlich Weibchen, allerdings ist bei dieser Temperatur genauso wie bei 24°C die Verlustrate während der Brutzeit recht hoch. | k.A. |